Der SchuldnerAtlas 2018: Immer mehr Deutsche überschuldet


Was passiert wenn man regelmäßig mehr ausgibt als man einnimmt? Wenn die angehäuften Schulden mit dem Einkommen auf lange Sicht nicht ausgeglichen werden, spricht man von Überschuldung. Und die Zahl überschuldeter Verbraucher in Deutschland steigt Jahr für Jahr an. Immer mehr Menschen können ihre Rechnungen nicht bezahlen. Die Gründe hierfür sind vielfältig und nicht immer ist der Schuldner allein für seine Situation verantwortlich.

Zu diesem Thema ist vor kurzem der SchuldnerAtlas Deutschland 2018 erschienen, der als Analyse einen Überblick über das Verschuldungsverhalten und die Überschuldungsquote der Deutschen gibt. Und er zeigt alarmierende Zahlen: Fast sieben Millionen Menschen, also jeder zehnte Erwachsene in Deutschland ist überschuldet. Die Überschuldungsquote beträgt damit aktuell 10 Prozent. Das sind fast 750.000 Menschen mehr als noch 2009. Rund vier Millionen sind von einer sogenannten “hohen Überschuldungsintensität” betroffen. Diese Personen sind in einer lang andauernden Überschuldungsspirale gefangen.

 

Doch warum geraten Menschen in die Schuldenfalle?

Der aktuelle Schuldneratlas gibt steigende Miet- und Wohnkosten als relativ neue Gründe für eine Überschuldung an. Vor allem für Menschen in Großstädten, wie Berlin, München, Hamburg und Frankfurt, beanspruchen die Mietausgaben nicht selten die Hälfte der Einnahmen. Nach Zahlung der Miete am Monatsanfang bleibt damit nur wenig Geld zum Leben übrig. Schon kleine, unerwartete Rechnungen können dann ins Schuldendilemma führen.
Wirtschaftliche Gründe, wie Arbeitslosigkeit spielen als einer der Hauptauslöser für Überschuldung (20 Prozent) ebenfalls eine große Rolle. Dank der guten Wirtschaftslage in Deutschland hat dieser Grund verglichen mit noch vor zehn Jahren aber an Bedeutung verloren. Oft sind es private Ursachen, wie Schicksalsschläge und Erkrankungen oder unwirtschaftliche Haushaltsführung, die zu Überschuldungen führen. Diese Auslöser haben im Verlauf der letzten zehn Jahre an Relevanz gewonnen. Ein wesentlicher Faktor dabei: Immer mehr Deutsche kaufen im Internet ein. Die Einfachheit des Kauferlebnises und das große Angebot verleiten zum schnellen und übermäßigen Shoppen – trotz des knappen Geldes. Ein Trend: Kaufen auf Pump. Der schicke Fernseher wird finanziert, die neue Wohnungseinrichtung auf Raten gekauft oder die neuesten Klamotten per Rechnung bestellt. Was auf den ersten Blick verlockend aussieht, lässt viele Onlineshopper leicht den Überblick verlieren und immer häufiger in die Schuldenfalle tappen.

 

Von der Mahnung zum Inkasso – die Kosten steigen

Nach dem Shopping-Hoch folgt oft Ernüchterung: Wenn der Kunde seine offenen Rechnungen nicht bezahlt und die Mahnungen ignoriert kann es schnell ungemütlich für ihn werden. Der Brief vom Inkassobüro liegt im Briefkasten: Vorschnelle Drohungen mit einem gerichtlichen Mahnverfahren oder einem Schufa-Eintrag, verbunden mit hohen Gebühren, sind keine Seltenheit traditioneller Inkassoschreiben.
PAIR Finance geht als Innovations- und Technologieführer im Inkasso einen gänzlich anderen Weg: Gerät eine Rechnung mal in Verzug, so wird bei PAIR Finance die persönliche Situation des in Rückstand geratenen Kunden berücksichtigt, er wird gezielt und individuell, primär digital angesprochen und ihm wird eine passende Lösung zur Rückzahlung angeboten. Durch diese neue Art des Forderungsmanagements kann der Kunde schneller seine offene Rechnung begleichen und muss sich nicht mit intransparenten und oftmals sehr juristischen Briefen herumschlagen. Möglich wird das Ganze durch einen selbstlernenden Algorithmus, der das Kundenverhalten analysiert und so den optimalen Kanal, Zeitpunkt und Tonalität für die digitale Ansprache bestimmt. PAIR Finance kontaktiert den säumigen Käufer beispielsweise per Email, SMS oder Messengerdienst, erreicht ihn dort, wo er sich gerade aufhält, hält den Verzugsschaden gering und gibt dem säumigen Kunden immer die Möglichkeit die offene Forderung unverzüglich digital zu bezahlen. Schnell, respektvoll und benutzerfreundlich.

 

Tipps, um Schulden zu vermeiden

  • Um gar nicht erst in die Schuldensituation zu geraten, können folgende Tipps helfen:
    Verschaffe Dir einen Überblick über Deine finanzielle Situation: Am besten gelingt das durch Auflisten der regelmäßigen und laufenden Ausgaben und Einnahmen. Was sind die monatlichen Fixkosten? Was kostet dein Handyvertrag und welche Ausgaben hast du pro Monat für Lebensmittel, Freizeitaktivitäten usw.?
  • Führe ein Haushaltsbuch. Das hilft dir bei der Analyse Deines monatlichen Budgets. Haushaltsbuch-Apps (wie „Money Control“ oder „das perfekte Haushaltsbuch“) oder auch manche Onlinebanking-Apps Deiner Bank können hier praktische Wegbegleiter sein.
  • Es gibt außerdem Plattformen, die deine Verträge analysieren und Sparpotenziale auf Basis deiner individuellen Situation aufdecken, wie z.B. bonify (www.bonify.de)
  • Überprüfe vorher, ob Du Dir einen Kredit oder eine Ratenzahlung wirklich leisten kannst: Heutzutage lässt sich fast alles auf Kredit kaufen. Wenn aber selbst alltäglicher Konsum finanziert werden soll, ist Vorsicht geboten. Zu viele Ratenkredite führen schnell in die Schuldenspirale.
  • Rücklagen bilden: Wenn Du Dir etwas anschaffen möchtest, solltest Du vorher ein finanzielles Polster angespart haben. Das verschafft Dir finanziellen Spielraum für größere Käufe in der Zukunft.
  • Sitzt du gerade bereits aktuell vor einem größeren Schuldenberg und findest du keinen Ausweg, kannst Du Dir auch professionelle Hilfe über Schuldnerberatungen, wie z.B die Onlineberatung der Caritas (https://www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/schuldnerberatung/schuldnerberatung ) oder die Online Beratung der Schuldenhelpline (https://onlineberatung-schuldenhelpline.de/) holen.